2016: Mille Miglia (IT)

Über die Mille Miglia zu schreiben ist fast wie Wasser in den Rhein tragen. Das bis 1957 ausgetragene Strassenrennen von Brescia nach Rom und zurück dürfte wohl jeder kennen und schon viel darüber gelesen haben. Wir wollen nicht das schon oft Wiederholte wiederholen sondern unsere Erlebnisse und Eindrücke schildern.

Wie schon letztes Jahr begannen wir unsere Berichterstattung am Start in Brescia. Die ganze Stadt ist auf den Beinen und tausende von Zuschauern säumen die Viale Venezia und applaudieren den stadteinwärts fahrenden Teilnehmern, die dieses Jahr bei strömendem Regen die 1000 Meilen unter die Räder nahmen. Die Stimmung war aber trotzdem gut, auch wenn man dem einen oder anderen Teilnehmer in den offenen Autos angesehen hat, dass er mit Petrus nicht einverstanden war. Aber man nahm es gelassen, es gab ja auch keine Alternative.

Mille Miglia 2016. Trotz Regen am Start freudige Gesichter

Mille Miglia 2016. Trotz Regen am Start freudige Gesichter

Die Route führte nach dem Start zurück Richtung Gardasee, Desenzano zum ersten Zwischenhalt in Sirmione auf der Halbinsel im Gardasee. Wir blieben in Sirmione und stiessen erst wieder am übernächsten Tag, dem Samstag 21. Mai auf die Teilnehmer. Wir entschieden uns für einen Standort am Futapass, zwischen Bologna und Florenz. Auf dem Pass befindet sich ein Deutscher Soldatenfriedhof, auf dem 30‘683 Soldaten begraben sind. Sehr eindrücklich und es stimmt nachdenklich.

Soldatenfriedhof Futapass

Deutscher Soldatenfriedhof und Denkmal auf dem Futapass für die 30’683 begrabenen deutschen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind.

Schnell widmeten wir uns aber wieder der Mille Miglia und wir suchten einen geeigneten Standort, den wir unterhalb der Passhöhe fanden. Wir waren frühzeitig vor Ort und fanden noch einen freien Parkplatz. Es zeigte sich schnell, dass dieser Pass ein beliebter Ort ist, denn es wimmelte schon bald von Autos, Motorrädern und Zuschauern. Sehr viele Zuschauer kamen mit ihren Oldtimern und Sportwagen auf den Futapass und sorgten zeitweise für ein regelrechtes Verkehrschaos, lange bevor die ersten Teilnehmer eintrafen. Das prächtige Wetter lud geradezu zu einer Fahrt im Cabrio oder auf dem Motorrad ein. Die Strecke war jederzeit für den normalen Verkehr geöffnet und zwischen den Teilnehmern fuhren immer wieder normale Autos und Motorräder, die leider ab und zu gute Bilder ‚versauten‘. Schade, aber bei den über 500 Teams ergaben sich immer noch genügend gute Möglichkeiten.

Mille Miglia 2016 Futapass

Hohes Verkehrsaufkommen an der Mille Miglia auf dem Futapass.

Imposant ist auch der Tross an Begleitfahrzeugen der Organisation, Presse und Polizei, es dürften einige hundert gewesen sein. Die Reise ging dann weiter nach Bologna mit dem Etappenziel Parma, das gegen 21.00 Uhr erreicht wurde. Für uns endete die Mille Miglia 2016 am Passo della Futa und wir fuhren noch nach Cernobbio an den Concorso Villa d’Este. Darüber berichten wir aber in einer separaten Reportage.

Wir möchten auch auf die Veröffentlichung der Start- und Ranglisten verzichten, alle wichtigen und interessanten Informationen gibt es bei http://www.1000miglia.it/.

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