Autosammlung Steim, Schramberg (DE)

Schramberg liegt zwischen den Autobahnen Basel-Karlsruhe und Schaffhausen-Stuttgart etwa auf halber Höhe, rund eine Stunde von der Schweizergrenze entfernt. Eine Stadt im südlichen Schwarzwald im Landbezirk Rottweil mit gut 21’000 Einwohnern. Was gibt es in Schramberg an Sehenswürdigkeiten? Drei Burgen prägen das Ortsbild, die Burg Hohenschramberg, die Ruine Schilteck und die Ruine Falkenstein. Im Ortsteil Waldmössingen befindet sich die Teilrekonstruktion des Kastells Waldmössingen, das im 1. Jahrhundert nach Christus erbaut wurde. Natürlich gibt es wie in jeder Stadt Kirchen und weitere bauliche Denkmäler, auch Museen findet man in jeder Stadt. So natürlich auch in Schramberg und weil wir uns mit Old- und Youngtimern befassen, natürlich auch ein Automuseum. Eigentlich sind es 4 verschiedene Museen:

  • Auto- und Uhrenmuseum ErfinderZeiten
  • Eisenbahnmuseum Schwarzwald
  • Dieselmuseum
  • Autosammlung Steim

Wir wollen uns hier auf die Autosammlung Steim konzentrieren. Die Sammlung ist eine Zeitreise durch über 110 Jahre Automobil- und Motorradgeschichte. Auf 3’000 m2 werden über 130 Exponate gezeigt, von den Anfängen des Automobils bis hin zum modernen Rennwagen. Darunter sind viele hochkarätige Fahrzeuge wie Duesenberg oder ein Maybach DS 8 Zeppelin, von dem weltweit nur noch etwa zwei Dutzend Fahrzeuge bekannt sind.

Maybach Zeppelin Autosammlung Steim Schramberg

Der Maybach DS 8 Zeppelin der Autosammlung Stein, in Schramberg

Auf der Website der Autosammlung Steim liest man zur Geschichte der Sammlung:

Gründer und Namensgeber der Autosammlung Steim ist der Unternehmer Dr.-Ing. Hans-Jochem Steim aus Schramberg im Schwarzwald. Steim war von 1978 bis Juni 2010 geschäftsführender Gesellschafter und ist heute Vorsitzender des Verwaltungsrats der Kern-Liebers-Firmengruppe, die ihr Stammwerk in Schramberg/Schwarzwald hat. 1888 als kleine Federnfabrik gegründet, ist Kern-Liebers heute ein weltweit tätiger Konzern mit über 50 Standorten und über 7400 Mitarbeitern.

Schon in seiner Jugend begeisterte sich der leidenschaftliche Oldtimer-Sammler Steim für Automobile. Vor über 40 Jahren erwarb er als erstes Ausstellungsstück einen Ford A aus dem Jahr 1928. Nach und nach kamen zahlreiche Fahrzeuge verschiedener Automobilhersteller aus den Jahren 1902 bis heute in den Bestand dazu. Hannes Steim, Sohn des Unternehmers und ebenso begeisterter Liebhaber von Oldtimern, erweiterte die Sammlung um weitere seltene Exponate wie verschiedene „Youngtimer“ und Fahrzeuge der amerikanischen Automobilindustrie.

Im Jahr 2005 wurde schließlich die Dr.-Ing. Hans-Jochem Steim-Stiftung mit dem Ziel gegründet, die Sammlung auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Stiftungsgründer Hans-Jochem Steim ist Vorsitzender des Stiftungsrats, Hannes Steim Vorsitzender des Vorstandes.

Das rot-graue Gebäude der Stiftung, in der die Oldtimer der Familie Steim und anderer privater Leihgeber präsentiert werden, ist nach eineinhalbjähriger Bauzeit auf dem ehemaligen Gelände der Firma Kern-Liebers im Zentrum von Schramberg angesiedelt. Es umfasst in zwei Stockwerken eine Ausstellungsfläche von 3.000 Quadratmetern.

In nächster Nähe befindet sich das Auto- und Uhrenmuseum ErfinderZeiten sowie das Eisenbahnmuseum Schwarzwald. Zusammen mit dem Dieselmuseum H.A.U. treten die vier Einrichtungen mit völlig unterschiedlichen Erlebniswelten auf über 7000 m² Ausstellungsfläche unter dem gemeinsamen Namen Auto & Uhrenwelt Schramberg auf.

In der Autosammlung Steim befinden sich viele Vorkriegsfahrzeuge, darunter auch viele Exponate aus der Zeit des Ersten Weltkrieges und davor.

Autosammlung Steim, Schramberg

Autosammlung Steim, Schramberg Eine stattliche Anzahl Fahrzeuge aus der Zeit des Ersten Weltkrieges und davor.

Aus schweizer Sicht ein interessantes Fahrzeug ist der Brasier CM 2 Tourer aus dem Jahre 1910, es ist der letzte bekannte Wagen mit 6 Zylinder-Motor der Marke. 1916 verunfallte der Brasier und stürzte bei Lothenbach in den Zugersee. Man hatte damals während des Ersten Weltkrieges wahrscheinlich andere Sorgen und so wurde der Wagen nicht geborgen und geriet in Vergessenheit. 1967 wurde das Wrack in 25 Metern Tiefe wieder entdeckt und 1969 geborgen. Offenbar war der Zustand noch so gut, dass man eine Restauration plante und ab 1973 auch durchführte. Es gelang tatsächlich, den Brasier 1979 wieder für den Strassenverkehr zuzulassen. Die Geschichte ist auf einer Tafel eindrücklich zu sehen.

Autosammlung Steim Brasier

Autosammlung Steim, Schramberg. Die Geschichte des 1916 im Zugersee versunkenen Brasier

Eine wirklich sehenswerte Sammlung. Unser Kollege Erwin Eisenegger hat die Ausstellung besucht und die nachfolgenden Bilder mitgebracht. Alle weiteren Details und Informationen findet man auf der Webseite des Museums 

 

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