Der Schlussevent der Ferrari Challenge 2025, das Finali Mondiali, fand vom 21. bis 26. Oktober wieder in Mugello statt. Das Autodromo Internazionale del Mugello, auch Mugello Circuit genannt, ist eine Motorsport-Rennstrecke in der italienischen Gemeinde Scarperia e San Piero in der Region Mugello nördlich von Florenz. Die Strecke hat eine Länge von 5,245 km, Eigentümer ist Ferrari. Zurzeit findet jährlich der Große Preis von Italien zur Motorrad-Weltmeisterschaft sowie Läufe der DTM statt. Außerdem wird die Strecke oft für Formel-1-Testfahrten, vor allem von Ferrari, genutzt. Die Ferrari Challenge setzt sich zusammen aus den Serien Europa, Pazifik und USA/Kanada. Jeweils das letzte Rennen des Jahres nennt man Finali Mondiali, an dem alle 3 Serien während knapp einer Woche Läufe bestreiten. Eine weitere Komponente dieses Events heisst Corse Clienti. Hier können Besitzer von Ferrari-Rennwagen ihre Schätze auf der Strecke bewegen. In dieser Serie gibt es das XX-Programm, mit den Typen FXX, FXX K und FXX evo. Von diesen Fahrzeugen wurden nur einige Dutzend hergestellt, ausschliesslich für den Rennsport. Eine Strassenzulassung haben diese Fahrzeuge, wie auch die aktuellen 488 Challenge, nicht. Der Enzo und der La Ferrari sind in einem gewissen Sinn die Strassenversionen und auch vom 488 gibt es verschiedene Modelle für die Strasse.

Ferrari Challenge – Finali Mondiali in Mugello, 21. bis 26. Oktober 2025. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Die Rechtskurve nach der Startgeraden, San Donato, hat ein riesiges Kiesbett, welches doch recht häufig in Anspruch genommen wurde.
Wir besuchten den Event am Samstagnachmittag und Sonntag, wo die grosse Ferrari-Show stattfand. Wegen des sehr schlechten Wetters fiel die allerdings deutlich bescheidener aus als üblich. Am Sonntag begann es kurz vor Mittag heftig an zu regnen und nach 3 Runden mit dem Safety-Car wurde abgebrochen, es war einfach viel zu nass. Die Aussichten versprachen keine rasche Besserung, im Gegenteil, der Regen wurde stärker und die Sicht gleich Null. Da half nur die Flucht unter das Zelt der Streckenposten. Da standen wir also, Fotografen aus Frankreich und England, italienische Streckenposten und ich. Schnell war ein Teller da mit Kuchen und auf den Espresso musste man auch nicht lange warten. Wir unterhielten uns, auch mit Händen und den nassen Füssen und verstanden uns prima. Das ist eben auch Rennsport. Im Laufe des Nachmittags liess der Regen glücklicherweise nach und die Rennläufe konnten stattfinden. Zu kurz kamen allerdings die privaten Besitzer von Formel 1-Ferraris, da war das Risiko doch zu gross und es wagten sich nur einige wenige auf die Strecke. Schade, dass man nicht mehr erlebte. Da wir am Samstagvormittag von der Auto e Moto d’Epoca aus Bologna anreisten, hielt sich wenigstens der verkehrstechnische Aufwand in Grenzen. Gegen Abend zeigte sich dann sogar noch die Sonne und es wagten sich in der Dämmerung nochmals einige auf die Strecke. Wer einmal richtigen Rennsport erleben möchte, dem sei das Finali Mondiali wärmstens empfohlen. Es gibt in einem grossen Zelt jeweils auch eine Sonderschau mit vielen Rennfahrzeugen aus vergangenen Tagen, ebenfalls sehr sehenswert. Alle weiteren Informationen zu den Fahrzeugen, Fahrern und dem Programm gibt es direkt auf der Webseite von Ferrari.
Fredi Vollenweider, Ela Lehmann, 5. November 2025
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