Legends Grand Prix, 03. bis 05. Oktober 2025

Nicht ganz so wie erhofft, aber dennoch sehr gut. So könnte man kurz den Legends Grand Prix beschreiben, der vom 3. bis 5. Oktober auf dem Salzburgring erstmals ausgetragen wurde. Die Idee zu diesem Event hatte Achim Althammer, der auch seit vielen Jahren das Rossfeldrennen organisiert, vor einigen Jahren. Die Idee wird wie folgt beschrieben:

Wir wollen den Legends Grand Prix mittelfristig in den Top Five der Classic-Series in Europa etablieren. Das Fahrerfeld, das in England, Frankreich, Italien, Deutschland und der Schweiz an den Start geht, soll zukünftig auch in Salzburg zu sehen sein. Die Region um den Salzburgring bietet alles, was für diese Klientel von Wertigkeit und Bedeutung ist. Eine historische Rennstrecke zwischen der Naturkulisse „Salzkammergut“ und der Kulturmetropole Salzburg. Nach dem Beispiel von Goodwood wird auch der Legends Grand Prix mit einem historischen Jahrmarkt ausgestattet sein. Das Konzept sieht in Gestaltung und Optik ein einheitliches Gesamtbild vor, bestehend aus Fahrgeschäften, Pagodenzelten und Verkaufsständen. Brauchtum und Volkskultur bilden den Rahmen dazu. Den Besuchern soll eine automobile Zeitreise in historischer Atmosphäre vermittelt werden. Eine Ära neu erfahren, das ist die Philosophie des Legends Grand Prix auf dem Salzburgring.

Wir waren damals sehr gespannt, wie der Event schlussendlich stattfinden wird. Ganz erreicht wurde das sehr hoch gesteckte Ziel nicht, auch wenn die Werbung sehr intensiv war. Was man aber sagen muss, der erste Legends Grand Prix war eine super Veranstaltung in einer sehr angenehmen Umgebung. Der Salzburgring, 1969 eröffnet, versprüht den Charme einer Rennstrecke, die nicht gnadenlos modernisiert wurde, dennoch aber sehr sicher ist. Der Salzburgring ist 4’255 Meter lang, hat 6 Links- und 6 Rechtskurven, die Höhe über Meer liegt zwischen rund 650 und 670 Metern. Die in einem kleinen Tal eingebettete Strecke hat so eine Art Naturtribünen, von wo aus man einen guten Überblick hat. Besitzer der Rennstrecke ist das Land Salzburg, Betreiber ist die IGM Salzburgring, dessen Präsident Dr. Friedrich Lehensteiner ist.

Legends Grand Prix auf dem Salzburgring, 03. bis 05. Oktober 2025

Das erste Rennen, das auf dem Salzburgring ausgetragen wurde war der 1. Internationale Preis von Salzburg, der von Kurt Ahrens auf einem Porsche 908 Spyder gewonnen wurde. Natürlich war Kurt Ahrens mit seiner Frau Reni (mit Ela Lehmann, Mitte) anwesend und erzählte aus seiner Karriere als Rennfahrer. Auch wenn Kurt Ahrens schon vor 55 Jahren mit dem Rennsport aufhörte, ist er noch immer an jedem Event gern gesehen und freut sich, Autogramme zu geben. Neben Kurt Ahrens waren viele weitere bekannte Namen aus der Welt des Rennsports am Legends Grand Prix. Die beiden Söhne von Niki Lauda, Mathias und Lukas. Laudas Heimatort war Hof bei Salzburg, nur wenige Kilometer vom Salzburgring entfernt. Zu Ehren von Niki Lauda gab es eine eigene Gruppe mit speziellen Fahrzeugen. Weitere prominente Gäste waren Hans Joachim Stuck, Harald Demuth, Rudi Lins, Gerhard Müller, Clemens Schickentanz, Karl Wendlinger, Christian Danner und Tom Kristensen. Mit neun Gesamtsiegen beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist er der erfolgreichste Pilot bei diesem traditionsreichen und prestigeträchtigen Langstreckenrennen. Mit bisher sechs Gesamtsiegen ist er auch beim 12-Stunden-Rennen von Sebring der erfolgreichste Pilot. Darüber hinaus war Tom Kristensen von 2004 bis 2011 in der DTM aktiv. Wir konnten nicht alle sehen, wir fotografierten ja auch an der Strecke, was immer mit viel Zeitaufwand verbunden ist und es waren nicht alle Fahrer an allen drei Tagen anwesend. Trotzdem sehr spannend und es zeigt, dass es beim Legends Grand Prix nicht nur um Autos geht, da stehen auch die Menschen im Mittelpunkt. Mitten auf dem Platz stand ein grosser Sinalco-Truck mit Bühne, wo jeweils 3 Mal am Tag während einer halben Stunde beim MEET & GREET mit den Fahrern gesprochen werden konnte. Gut gemacht und sehr beliebt bei den Fans.

Legends Grand Prix auf dem Salzburgring, 03. bis 05. Oktober 2025. Tom Kristensen, der wohl beste Langstrecken-Rennfahrer der Geschichte.

Der Legends Grand Prix startete bereits am Freitag mit den ersten Läufen auf dem Salzburgring. Bei schönstem Wetter konnten die rund 120 Fahrzeuge erstmals auf der Strecke erlebt werden. Eingeteilt waren die Autos in 5 Gruppen, je nach Alter und Epoche, zusätzlich gab es einen Sonderlauf ‚Pista & Piloti‘ sowie einen ‚Lauda Run‘. Gestartet wurde morgens um 08.30 Uhr mit der ersten Gruppe, gefahren wurde immer während 25 Minuten, was für etwa 10 Runden reichte. Nach der Mittagspause wiederholte sich das Programm, Samstag und Sonntag auch. Es ist ja immer wieder spannend, wie die Fahrer einen Event wahrnehmen und erleben. Es gibt solche, die das Startgeld auf die Kilometer umlegen und so entscheiden, ob sie an einem Event teilnehmen oder nicht. Kann man machen, aber ist vielleicht etwas einfach, denn es zählen ja nicht nur die simplen Kilometer sondern auch Emotionen und Faktoren, die sich nicht in Zahlen messen lassen. Macht man aber diese Rechnung am Legends Grand Prix muss man mit Erstaunen feststellen, dass im Verhältnis zum Nenngeld ein sehr günstiger ‚Kilometerpreis‘ resultiert. Während den 25 Minuten auf der Strecke legt ein Teilnehmer etwa 10 Runden zurück, das ergibt eine Distanz von gut 40 Kilometern und das jeweils am Freitag, Samstag und Sonntag vormittags und Nachmittags. Das gibt während den 3 Tagen eine gesamte Strecke von rund 250 Kilometern und 2 1/2 Stunden Spass auf der Rennstrecke. Vorausgesetzt natürlich, es läuft alles reibungslos, was selten bei allen der Fall ist. Peter Leuthardt erwischte es schon am Freitag, ein Ausflug ins Kiesbett bedeutete das Aus für den Jägermeister-Porsche 962. Schade, aber das kann passieren und die Hauptsache ist, dass es beim Materialschaden blieb. Wir kennen Peter und das Auto wird bald wieder einsatzbereit sein, die Winterzeit ist ja ideal für solche Arbeiten.

Legends, Grand, Prix, Porsche, 962, Jägermeister, Peter, Leuthardt

Legends Grand Prix auf dem Salzburgring, 03. bis 05. Oktober 2025. Nächstes Jahr wird man den Porsche 962 wieder an Events sehen.

Der Freitag endete mit einem Konzert von RUSTY & Las Vegas Band, einem der wohl besten Elvis Tribute Artisten. Super gespielt, auch wenn es bitterkalt war, aber die Zuschauer hielten bis zum Schluss durch. Als wir gegen 22.30h bei unserem Auto waren, war es komplett mit Eis überzogen. Der erste Tag des Legends Grand Prix war zu Ende und man freute sich mit vielen Eindrücken auf das warme Bett und schaute sich die Wetterprognosen für die beiden bevorstehenden Tage an. Die waren nicht berauschend, kühl und immer wieder Regen. Aber man kann es nicht ändern, das Wetter muss man so nehmen, wie es kommt. Der Samstag war noch einigermassen OK, nur ganz leichter Regen am Vormittag, dann aber trocken und auch temperaturmässig angenehm. Das freute natürlich die vielen Besucher auf dem Festgelände und dem Fahrerlager. Die grosszügigen Platzverhältnisse boten viel Unterhaltung mit Jahrmarkt, vielen verschiedenen Anbietern von Produkten und Dienstleistungen und als besondere Attraktion das ABACUS-THEATER. Skurrile Geräte, die an Jules Verne erinnerten, fuhren gemächlich auf zum Teil riesigen Rädern über das Areal, rauchend, fauchend und mit mystischer Musik begleitet. Herrlich anzuschauen, die Kinder blieben ehrfürchtig stehen und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Kinder spielen übrigens ebenfalls eine wichtige Rolle beim Legends Grand Prix, denn für sie wird mit dem historischen Jahrmarkt und Fahrgeschäften ebenfalls viel geboten. So kommen alle auf ihre Rechnung. Der Ablauf auf der Strecke war gleich wie tags zuvor. Kleinere Zwischenfälle gab es nur, ein kleiner Fiat 500 legte sich auf die Seite und der Mazda RX-3 sorgte für eine längere Ölspur auf die Strecke. Aber alles war schnell unter Kontrolle dank der perfekten Organisation. Wir blieben am Abend noch etwas länger auf dem Gelände und genossen im Büro vom Präsidenten der IGM Salzburgring, Fritz Lehensteiner, noch ein Feierabendbier. Da begann es heftig zu regnen und stürmen, es flogen sogar Zelte weg. Kein gutes Omen für den bevorstehenden Sonntag. Der war dann wirklich nass und kalt, meistens regnete es.

Legends, GP, Salzburgring, Lehensteiner

Legends Grand Prix auf dem Salzburgring, 03. bis 05. Oktober 2025. Gummistiefel und Regenschirm waren am Sonntag unerlässlich.

Am Sonntag war der Ablauf gleich wie an den beiden Vortagen, jedoch gab es am Morgen und Nachmittag je einen Sonderlauf Audi-Quattro. Die hatten dank des Allradantriebs etwas weniger Mühe auf der nassen Strecke als die Monoposti und Formelfahrzeuge. Am Salzburgring gelten strikte Lärmvorschriften, die eingehalten werden müssen. So musste der eine oder andere Teilnehmer sein Fahrzeug nachrüsten. Eines dieser Beispiele war Walter Lais mit seinem Ferrari 512M, ein spektakulärer aber auch lauter Rennwagen. Walter investierte rund 5’000 Euro in eine neue Auspuffanlage, so war der Ferrari deutlich ‚laiser‘ als üblich. Deutlich imposanter klang Georg Dönnis Jaguar XJR-5 ‚Group 44‘, der 12 Zylinder-Motor zeigte auch akustisch, was der Wagen zu leisten vermag. Ein Dönni kommt selten alleine, so war auch Sohn Robin mit von der Partie. Er fuhr den geschichtsträchtigen Jaguar XK 120 Hansgen Special, den wir auch schon erleben durften. Robin zeigte mit seinem beherzten aber immer kontrollierten Fahrstil, was der immerhin 72 Jahre alte Rennwagen zu leisten vermag. Damit Vater und Sohn Dönni nicht zu übermütig wurden, kam auch Georgs Frau und Robins Mutter, Simone Dönni mit einem Jaguar XJ-S von 1982 zum Salzburgring. Und sie passte gut auf, denn ihrem Mann Georg gelang nicht jede Kurve auf Anhieb 😉

Legends, Grand, Prox, GP, Georg, Dönni, Jaguar

Legends Grand Prix auf dem Salzburgring, 03. bis 05. Oktober 2025. Georg Dönni im Jaguar XJR-5 mit einer ‚Showeinlage‘, beobachtet von Frau Simone im Jaguar XJ-S. So konnten sie sich wenigstens kurz in die Augen schauen, was wohl nicht viele schafften während des Rennens. Der Ausflug ins Grüne blieb übrigens ohne Folgen für den Fahrer und das Auto.

Mit der Schikane am Ende der Startgeraden hatten übrigens etliche Fahrer Mühe, da gab es Dreher, teilweise in mehrfacher Ausführung. Aber alles ohne Schäden. Das war auch gut so, denn es ging um nichts, die Läufe fanden ohne Zeitmessung statt, waren also nur zum Spass der Fahrer und Freude der Zuschauer – und an dieser Stelle besonders auch für uns Fotografen. Die besonders engagierten Fahrer fuhren die erste Kurve bei der Schikane ganz eng an und räuberten über die Curbs. Besonders gut drauf hatte das Sandro Rüegg mit Partnerin Patricia, ihr Alfa Romeo Giulia Super TI hatte teilweise nur das linke Vorderrad auf dem Boden. Bravo, das gibt spektakuläre Bilder.

Legends, GP, Sandro, Rüegg, Alfa, Romeo, Giulia

Legends Grand Prix auf dem Salzburgring, 03. bis 05. Oktober 2025. Sandro Rüegg mit seiner Partnerin Patricia fliegt im Alfa Romeo Giulia TI über die Curbs bei der Schikane.

Das Starterfeld mit gut 120 Fahrzeugen war sehr hochkarätig, vielleicht nicht ganz so, wie man sich das vor 2 oder 3 Jahren vorstellte, aber es kamen sicher alle in den Genuss von historischem Motorsport vom Feinsten. Neben einigen Spezialitäten von Porsche und Audi wäre ein Auto Union oder Silberpfeil von Mercedes sicher eine Bereicherung gewesen, aber warten wir mal das Jahr 2026 ab. Auch wenn es Platz hätte für deutlich mehr Fahrzeuge muss man bedenken, dass mit jedem weiteren Auto der Zeitbedarf für die Rückkehr in die Boxen zunimmt. Man kann die Gruppen nicht unbegrenzt vergrössern, das Reglement des Salzburgrings schreibt eine maximale Anzahl von 30 Fahrzeugen pro Gruppe vor. Man müsste die Zeit pro Gruppe verkürzen oder auf Sonderläufe verzichten, was vielleicht aber die Attraktivität mindern könnte. Das sind Punkte, die Achim und Petra Althammer mit ihrem Team in den nächsten Monaten angehen werden. Es ist sicher noch Luft nach oben drin, dennoch war der erste Legends Grand Prix ein Erfolg. Im Vorfeld gab es da und dort negative Stimmen zum Event, gewisse Bedenken und Befürchtungen. ABER, der Legends Grand Prix hat stattgefunden und alle, die dort waren, waren begeistert. Das zählt. So einen grossen Event auf die Beine zu stellen, ist ein Kraftakt, auch finanziell. Das geht nur mit Sponsoren. Die stehen aber nicht an jeder Ecke und warten, bis jemand nach Unterstützung fragt. Das ist hartes Business, viel härter als noch vor einigen Jahren. Leute, die immer nur lästern und glauben, alles besser zu wissen, sind in der Regel unfähig zu beweisen, dass sie auch etwas können – ausser eben zu kritisieren. Freuen wir uns also auf 2026, denn der Termin steht zumindest schon mal fest, der 2. Legends Grand Prix soll vom 02. bis 04. Oktober stattfinden. Vielen Dank an alle, die zum Erfolg dieses Events beigetragen haben.

Fredi Vollenweider + Ela Lehmann, 09. Oktober 2025

Achim, Petra, Althammer, Legends, Grand, Prix

Legends Grand Prix auf dem Salzburgring, 03. bis 05. Oktober 2025. Petra und Achim Althammer, wie immer gutgelaunt.

Wir möchten hier gerne den Schlussbericht des Veranstalters publizieren:

Es gab vorher viele Fragezeichen, ehe Freitag früh die ersten Oldtimer der fünf Klassen auf dem Salzburgring im freien Fahren ihre Runden drehten. Doch schon bald war klar: Das Konzept des ersten Legends Grand Prix als „Motorsportfest für alle“ mit Musik, Show und vor allem nahbaren Stars ging auf. So konnte Sonntagabend bei der Abschlussfeier Initiator und Organisationschef Joachim Althammer resümieren: „Es haben sich alle Erwartungen erfüllt. Wir hatten unterschiedliche Wetterbedingungen, aber zwei Tage richtig Glück. Alle Teilnehmer, die Zuschauer, die Sponsoren, die Mitarbeiter und auch die Medienvertreter waren begeistert. Ich sah nur lachende Gesichter. Das alles ist Motivation genug, dass wir den Legends Grand Prix nächstes Jahr am ersten Oktoberwochenende wiederholen und sogar noch etwas schöner machen.“

Ein wichtiger Partner in der Organisation und Durchführung des ersten LGP war der Automobilclub von Deutschland (AvD). Präsident Lutz Leif Linden, der auch Vorsitzender der GT-Kommission des Int. Verbandes (FIA) ist, war drei Tage vor Ort und meinte Sonntag: „Ich bin begeistert, was unser Freund Achim Althammer mit Arno Zensen und dem gesamten Team auf die Beine stellte. Schöne Autos, nette Leute, Klasse-Zusammenarbeit mit dem Team hier vor Ort. Wir haben uns den Termin für 2026 schon eingetragen und hoffen, dass es noch eine Steigerung geben wird – wobei wir schon diesmal eine tolle Zeit mit tollen Autos hatten. Das Feedback auch von den Herstellern war bestens. So ist der erste LGP ausgezeichnete Werbung für die nächste Ausgabe.“

„Ich muss dem gesamten Team wirklich gratulieren zu dieser Premiere. Den Zuschauern wurden so viele tolle Autos geboten und dazu ein attraktives Programm. Es war auch für mich eine Superveranstaltung“, fasste Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck zusammen.

Ferdinand Habsburg, in Salzburg aufgewachsen, kam Sonntag zu einem Déjà vu mit dem Schnürlregen, aber auch mit dem Salzburgring: „Ich liebe diese Strecke und genoss das Fahren mit der 35 Jahre alten Alpine. Ich war zehn Jahre nicht mehr auf dem Salzburgring. Meine persönlichen Highlights waren das Treffen mit Le-Mans-Held Tom Kristensen und die Unterhaltungen mit Freunden und Bekannten. Die Autos sind unfassbar cool, nicht nur wegen dem Sound. Ich habe den Tag wirklich genossen“, erklärte der Alpine- und LGP-Markenbotschafter. Habsburg war am Sonntagvormittag nach früher Anreise aus München rechtzeitig zum ersten „Meet & Greet“-Termin zur Stelle und erzählte von seinem Sieg in den Sechs Stunden von Fuji (Langstrecken-WM) eine Woche zuvor: „Es war mein erster Erfolg bei den Hypercars, also in der großen Klasse.“ Trotz Regens war die Schlange der Autogramm- und Selfies-Jäger, die sich bei Ferdinand und Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen anstellten, beachtlich lang.

Harald Demuth, der zweifache deutsche Rallyemeister mit Audi, kam ebenfalls zu einem Wiedersehen mit dem Salzburgring: „Ich fuhr hier 1972 bei den Serientourenwagen ganz am Beginn meiner Karriere.“ Und noch vor der Rallyezeit… Zum LGP erklärte Demuth: „Am Freitag war ich nach 20 Minuten hin und weg, dieses Teilnehmerfeld ist einzigartig. Bis Sonntag hat sich meine Begeisterung noch gesteigert!“

Auch Audi-Kollege Tom Kristensen hat Erinnerungen an den Salzburgring: Er war in den späten 1990er-Jahren hier in der Supertourenwagen-Meisterschaft am Start. „Ich hatte 1998 die Pole Position, im Rennen wurde ich Dritter“, erzählt der damalige Honda-Pilot, der zu dieser Zeit auch Formel-1-Tests für Tyrrell fuhr. Den Tag beim LGP konnte er sehr entspannt auch am Steuer des IMSA-GTO-Audi 90 quattro genießen.

Freude verspürte auch AMG-Botschafter Karl Wendlinger: „Die ‚Rote Sau‘ bin ich schon öfters gefahren, daher war sie kein neues Erlebnis. Aber ich habe die Runden dennoch genossen – vor allem aber das Wochenende mit so vielen interessanten Autos. Das war eine richtig gelungene Veranstaltung“, resümierte der Tiroler über den Mercedes 300 SEL 6,3 und den LGP.

Ein Fan des LGP wurde auf Anhieb auch Dirk Adorf. Der BMW-Werkfahrer hielt fest: „Der Legends Grand Prix hat mir extrem gut gefallen. Schon der erste Blick über die Zeltstadt zeigte mir: Wunderschön gemacht. Für nächstes Jahr würde ich mir noch ein paar Autos mehr wünschen. Mir gefiel die Offenheit, davon lebt so ein Event. Bitte unbedingt weitermachen! Es war auch schön, viele Kollegen zu treffen, gegen die ich früher Rennen gefahren bin und mit denen ich jetzt zusammensaß, plauderte und einen Kaffee trank.“

Von den Runden in den bärenstarken Oldtimern war Porsche-Vertragsfahrer Klaus Bachler angetan. Der amtierende GT3-Weltmeister gestand: „Ich konnte bisher weder einen Porsche 962 noch den 935 fahren, noch dazu ohne den üblichen Druck wegen Rundenzeit. Ich war überrascht über die Leistung der beiden Wagen. Zwei Tage passte auch das Wetter, so wurde das Wochenende ein schönes Erlebnis.“

Alle weiteren Informationen findet man auch auf der Webseite des Veranstalters.

 

 

Bildershop von DREAM-CARS.CH

Galerie 1

Galerie 2

3 Gedanken zu „Legends Grand Prix, 03. bis 05. Oktober 2025

  1. Pingback: Legends Grand Prix, 03. bis 05. Oktober 2025 | DREAM-CARS.CH

  2. Gratuliere zum diesem tollen Bericht lieber Fredi. Top recherchiert und dann noch die vielen Super Fotos von Ela und von Dir. Euere Einschätzung teile ich voll und ganz. Ich hoffe das Organisator Achim Althammer und sein Team für das nächste Jahr noch weitere Sponsoren motivieren können, dieses Event fix im Veranstaltungskalender des europäischen historischen Motorsports zu verankern.

    • Hallo Helmut

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Es wäre wirklich schön und allen zu gönnen, wenn sich der Legends Grand Prix so entwickelt, wie er ursprünglich gedacht war. Damit das gelingt, müssen alle am gleichen Strang ziehen, der Veranstalter, die Teilnehmer und Besucher und natürlich auch wir Medienschaffenden. Vergleiche mit anderen Events sind eher nicht zielführend, der Legends GP soll ja keine Kopie von Events sein, die es schon gibt, sondern seinen eigenen Charakter haben. Wir sind zuversichtlich. Nochmals danke und Dir ein schönes Wochenende.

      Herzliche Grüsse
      Fredi, Ela + Team DREAM-CARS.CH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.