Rennfahrertreffen, Samstag 11. Oktober 2025

2001 fand das Peter Dätwyler organisierte Rennfahrertreffen statt, damals noch im Race-Inn in Roggwil, das Peter leitete. Später übernahm er auf dem Flugplatz in Bleienbach das Restaurant Flügerli, ab da fand das Rennfahrertreffen jeweils im April in einem Raum der auf dem Gelände ansässigen Firma Dätwyler – übrigens nicht mit Peter verwandt – statt. Seit einigen Jahren ist das Hotel Meilenstein in Langenthal Treffpunkt der ehemaligen Schweizer Rennfahrer. Der Meilenstein, ehemals der Businesspark Langenthal Gruppe zugehörig, ist nun Bestandteil der Piazza Langenthal AG. 86 Meter lang, 40 Meter breit und 18 Meter hoch ist der Neubau mit seiner gradlinigen Architektur zwischen der Lotzwilstrasse und der Bleienbachstrasse, welcher an das bestehende bisherige Hauptgebäude an der Lotzwilstrasse 66 angebaut wurde. Entstanden sind ein Businesspark mit Hotelkomplex und integriertem Fahrzeugmuseum. Die Rennwagensammlung, die teilweise Jo Vonlanthen gehören, ist im Obergeschoss untergebracht. Dank der Architektur des Gebäudes können Anlässe mit bis zu 2’000 Besuchern stattfinden. Trotz seiner 85 über die Stockwerke eins bis vier verteilten Zimmern macht das Hotel nur gerade 15 Prozent des Neubaus aus. Der Meilenstein bietet Räumlichkeiten für Seminare, Schulungen, Tagungen, Bankette, Events, Kongresse, Weiterbildungen, aber auch für Emotionen und Erlebnisse. Auch seine Freizeit kann man hier bei gutem Essen, Bowling, Museumsbesuch oder Fitness geniessen. Das mit dem guten Essen muss allerdings etwas kritischer betrachtet werden. Für die rund 160 Teilnehmer des Rennfahrertreffens hätte es Rindsbraten geben sollen, den es auch gab, aber leider nicht für alle. Die etwas später angekommenen Teilnehmer und Teilnehmerinnen mussten sich mit Bratwürsten begnügen, die schon längere Zeit warm gestellt waren. Das war nicht so toll, für allem nicht für den Preis von 39 Franken. Das Problem ist aber erkannt und es wurde für nächstes Jahr Besserung versprochen. Satt wurde man trotzdem und lustig war es auch mit Bratwürsten statt Rindsbraten. Das Gesellschaftliche spielt am Rennfahrertreffen die Hauptrolle, man erzählt Geschichten aus vergangenen Tagen und lacht über Dinge, die damals vielleicht gar nicht so lustig waren.

Rennfahrertreffen im Meilenstein Langenthal, Samstag 11. Oktober 2025. Helmut Kalenborn, links, aus Mallorca angereist im Gespräch mit Bernard Sandoz.

Gefreut hat alle, dass auch Helmut Kalenborn wieder aus Mallorca anreiste. Die motorsportliche Karriere des am 2. April 1940 im rheinischen Straßfeld Geborenen begann Anfang der 70er-Jahre. Der gelernte Mechaniker nahm an nationalen und internationalen Rundstrecken- und Bergrennen in Deutschland, Luxemburg, Belgien in den Niederlanden sowie in der Tschechoslowakei teil. Mit einem NSU-Brixner-Bergspider gelang Kalenborn beim ADAC-500-km-Eifelpokal-Rennen am 3. September 1972 der internationale Durchbruch. Bis 1975 startete er in zahlreichen Rennen auf dem Nürburgring, in Hockenheim sowie auf den Flugplatz-Kursen Mainz-Finthen und Diepholz. Als er ab Mitte der Siebzigerjahre auch Formel-Super-Vau-Rennen bestritt, zählte unter anderem der spätere Formel-1-Weltmeister Keke Rosberg zu seinen Gegnern. 1980 und 1981 nahm er mit Chevron B42-BMW und March 752-BMW M12 an der Formel-2-Europameisterschaft teil. Im Urlaub auf Mallorca lernte er die Balearische Bergmeisterschaft kennen, fuhr 1983 erstmals die Saison und gewann das Championat. 1996 und 1997 war er Sportler des Jahres auf den Balearen, 2002 wurde er zum neunten Mal Bergmeister. Seit 2014 erinnert eine vom Balearischen Motorsportverband aufgestellte Gedenktafel an die sportlichen Erfolge des Deutschen, der aktuell im Ruhestand auf Mallorca lebt und auch unter dem Namen ‚Bergkönig von Mallorca‘ bekannt ist.

Rennfahrertreffen im Meilenstein Langenthal, Samstag 11. Oktober 2025. Von links: Urs Hauenstein, Marcel, Spiess, Fredi Vollenweider, Helmut Kalenborn.

Wieder ein sehr cooler Tag mit sehr vielen Gesprächen, Anekdoten und Eindrücken, die man eigentlich alle niederschreiben müsste. Das gäbe ein sehr dickes Buch. Der Tag ging schnell zu Ende und schade ist, dass nach dem Mittagessen viele den Heimweg antreten. Wir nicht, mit Louis Christen und Kurt Waltisperg erzählten wir uns noch bis gegen Mitternacht Geschichten und lachten herzhaft. Danke Peter, Tay, Max, Urs, Sepp, Judith und allen anderen Helfern für diesen tollen Samstag, wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.

Fredi Vollenweider, Ela Lehmann, Montag, 13. Oktober 2025

 

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