Crime + Drive, Samstag 11. April 2026

Crime + Drive – eine Räubergeschichte auf Rädern

Am Samstag 11. April 2026 fand zum 4. Mal die Rally ‚Crime & Drive‘ statt. Ein ganz spezieller Event ohne Roadbook oder Zeitnahmen, es gibt am Schluss auch keine Gewinner. Das Thema und die Ausgangslage ist ein ‚Kriminalfall‘, der gelöst werden muss. Die 30 Zweierteams – mehr werden für den Event nicht zugelassen –  starteten am nebligen Morgen zu einer etwa 200 Kilometer langen Fahrt. Der Start war auf dem Gelände des Schweizerischen Agrarmuseums in Burgrain. Nach dem Briefing und ein paar Informationen durch Organisator Dani Geissmann und seinen Helfern, begab sich das erste Team um 09.30 Uhr auf die Reise mit dem ersten Ziel, die Klosterbäckerei in St. Urban. Dort stand eine ‚Verkäuferin‘ und jammerte, dass Diebe alles genommen hätten und ohne zu zahlen einfach abgehauen seien. Lediglich ein paar Spitzbuben seien übriggeblieben, die natürlich an die Teilnehmer verteilt wurden. Die Diebe hätten wohl doch ein schlechtes Gewissen gehabt und von einer Einsiedelei in der Nähe von Solothurn geredet. Wenn man die Schelme verfolge, würde man sie vielleicht dort erwischen. So wussten die Teilnehmer nach einigen Recherchen, wo sich der nächste Posten befindet. Die Strecke dorthin war nicht vorgegeben, man musste einfach das Etappenziel finden, wo man weitere Informationen für die Weiterfahrt bekam.

Der erste Posten befand sich bei der Klosterbäckerei in St. Urban

Tatsächlich war das Ziel die Verenaschlucht und die Einsiedelei in Solothurn, wo den ankommenden Teams gesagt wurde, dass einer mit einem Sack voller Brot gekommen sei, welches er angeboten habe. Nach einer Aussprache habe man dem Mann empfohlen, sich auf dem Balmberg etwas auzuruhen und von der Grünen Fee zu kosten. Gemeint ist natürlich Absinth. Also war das nächste Ziel bekannt und die Teilnehmer nahmen wieder einen Abschnitt unter die Räder. Dass man bei den Infos genau hinhören musste stellte ein Team fest, als es statt auf den Balmberg auf den Ballenberg fuhr. Das ist jetzt wirklich genau die entgegengesetzte Richtung und erst noch recht weit weg, aber es war sicher eine schöne Fahrt bei dem prächtigen Wetter. Jedenfalls ging es für dieses Team vom Ballenberg aus nicht mehr weiter, da ja niemand sagte, wo sich der nächste Posten befindet. Für solche Fälle gab es natürlich eine Nummer die man anrufen konnte und so fanden die ‚Abtrünnigen‘ wieder zu den anderen Teams, aber man sah sie doch längere Zeit nicht. Einen Mittagshalt gab es im ENERGY PARK in Laupersdorf, wo man sich mit einer Bündner Gerstensuppe und Salat für die nächsten Etappen stärken konnte. So ging die Reise weiter zur Lachsräucherei Dyhrberg in Balsthal, dann nach Bubendorf in die Remise der Waldenburgerbahn, weiter nach Füllinsdorf zum Metzgerhuus Stadt und Land, nach Däniken zum Eventlokal Arthaios, von dort zur Mineralquelle Bad Knutwil bei Triengen, dann zum Landessender Beromünster, bevor der letzte Posten angefahren werden musste. Die älteren Semester können sich noch gut an Radio Beromünster erinnern, die Anlage wurde bis 2008 genutzt und dann stillgelegt. Einer der beiden 125m hohen Antennentürme ist erhalten geblieben und steht unter Denkmalschutz. Der weithin sichtbare Gittermast erinnert etwas an den Eiffelturm, allerdings in der Sparversion. An verschiedenen Posten wurden Couverts abgegeben, das letzte in Beromünster. Dort wurden die 4 Umschläge geöffnet und die Teilnehmer hatten ein Puzzle vor sich, das natürlich nach dem Zusammensetzen den nächsten Hinweis lieferte.

Wenn das Puzzle fertig zusammengesteckt war, wusste man, wo sich das Ziel befindet

Ziel war der Luzerner Garten in Adligenswil, wo nach einem doch anstrengenden Tag für alle ein Apéro serviert wurde. Bei ausgelassener Stimmung wurden noch weitere Räubergeschichten erzählt und es wurde jedes Team kurz vorgestellt, bevor es zum gemeinsamen Nachtessen ging. Ein wirklich sehr gelungener Event, das Rezept hinter diesem Anlass sind die folgenden Zutaten: Einzigartig, unkonventionell, überraschend, herzlich, spontan und nicht überorganisiert. Gerne zitieren wir hier Dani Geissmann:

Einmal mehr danke ich unseren treuen „Helping Hands“: René, Marco und Jana Gauch, Björn Wicki, Irene Ackermann, Werner Moor, Andrea Geissmann, Lisbeth und Daniel Rüegg, Familie Tschabold. Was Ihr wieder geleistet habt, verdient das Prädikat «überragend»!
Nicht vergessen will ich unsere Partner, die sich auf das Abenteuer eingelassen hatten und auch einen sehr wichtigen Beitrag dafür geleistet haben: Luzerner Garten, Werner Fassbind / Schweizerisches Agrarmuseum Burgrain, Edith Reddig / Energy Park, Martin Jaggi / Manufaktur Dyhrberg AG, Ralf Weidkuhn / Verein Dampfzug Waldenburgbahn, Jürg Brünger / Metzgerhuus Stadt und Land, Christoph Jenzer / Arthaios, Michael Feuz / Mineralquelle Bad Knutwil AG, Lisa Roth / COOP Adligenswil, Centerleitung / Restaurant Casa Mia Adligenswil, Gardi Karacan / Swiss Classic Trade & Services AG Adligenswil, Bernd Link / Birdgraphics, Pascal Kemper und Jessica Flubacher / DREAM-CARS.ch, Fredy Vollenweider und Ela Lehmann.

Team Nummer 11 mit ‚Crime-Pilotin‘ Ela Lehmann und Detektivin Edith Reddig im Audi A3 Baujahr 97. Das Mindesalter der Fahrzeuge ist 20 Jahre

Der nächste Anlass findet am 10. April 2027 statt. Bei Interesse bitte dieses Datum bereits jetzt vormerken. Anmeldungen via unsere Website: crime-drive.ch sind bereits ab dem 22. April 2026 wieder möglich. Ich hoffe und wünsche mir zahlreiches Wiedersehen! Die Teilnehmerzahl bleibt auf 30 2er-Teams beschränkt. 

Alle weiteren Infos gibt es direkt auf der Webseite des Veranstalters.

Fredi Vollenweider (Fotos) Ela Lehmann (Teilnehmerin), 19. April 2026

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3 Kommentare zu „Crime + Drive, Samstag 11. April 2026

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