4. Passione Caracciola, 20. bis 24. Juni 2018 (CH/IT))

Passione Caracciola – Auf den Strassen des Mythos. So heisst ein Event der Extraklasse. Gestartet wurde die Passione Caracciola dieses Jahr in Genf mit Ziel in St. Moritz, die Strecke führte also quer durch die Schweiz. Natürlich gab es unterwegs zahlreiche Highlights wie:

  • Die Eleganz und der internationale Flair von Genf
  • Die großen Alpenpässe
  • Der Klausenpass – Auf der Straße des Mythos von Caracciola
  • Ausschließlich Fünf-Sterne-Luxushotels
  • Das Gala-Dinner in St. Moritz “Top of the World”
  • Erlesene Weine und köstliches Essen

Wie der Name sagt, ist der Event Rudolf Caracciola, dem erfolgreichsten deutschen Rennfahrer der Vorkriegszeit gewidmet. Rudi oder Karratsch wie er auch genannt wurde, lebte in Lugano, wo er auch beerdigt ist. Er verstarb mit 58 Jahren an einer Krankheit. Bekannt war Carraciola vor allem für seine Einsätze im Mercedes W 25, W 125 und dann kurz vor Kriegsbeginn 1939, im W 154. So waren denn an der Passione Carraciola auch viele Mercedes-Benz mit deutschen Kennzeichen vertreten, neben zwei 300 SL Flügeltürern noch ein Roadster. Die anderen Modelle waren eher gemütlicher Natur, passten aber dennoch hervorragend zur Veranstaltung, denn es ist ja kein Rennen, sondern eine Rallye quer durch die Schwwiz mit einem Abstecher nach Italien.

Passione Caracciola, 22. Juni 2018. Einer der Mercedes 300 SL auf der 1'952 Meter hohen Passhöhe des Klausenpasses.

Passione Caracciola, 22. Juni 2018. Einer der Mercedes 300 SL auf der 1’952 Meter hohen Passhöhe des Klausenpasses.

Wir haben uns auf dem 1’952 Meter hohen Klausenpass in die Rallye eingeklinkt und folgten den Teilnehmern zum Etappenziel Bad Ragaz. Berge und Pässe sind immer faszinierend und der Klausenpass hat natürlich eine grosse motorsportliche Vergangenheit. Zwischen 1922 und 1934 wurden auf der damals noch nicht asphaltierten Strasse die legendären Klausenrennen ausgetragen. Natürlich war damals auch Rudolf Caracciola mit dem Mercedes W 25 am Start und er hielt bis zum Klausenrennen Memorial 1993 den Streckenrekord mit einer Zeit von 15:22,20 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 83,9 km/h entspricht – und das auf der damals viel schmaleren Schotterstrasse! Diese Zeiten sind längst vorbei, aber die Legenden leben weiter. Die Teilnehmer der Passione Caracciola 2018 fuhren den Pass von Altdorf her hoch, die Klausenrennen wurden aber immer von der Glarnerseite in Linthal gestartet. Dort ist die S-Kurve unmittelbar nach dem Start ausgangs Linthal noch immer im Originalzustand erhalten, inklusive Kopfsteinpflaster. Wir finden, dass zum Gedenken an Rudolf Caracciola ein Bild mit einem Mercedes auf dem Kopfsteinpflaster das passendste Bild ist. Eingeteilt waren die Teilnehemrfahrzeuge in 4 Kategorien:

  • KLASSE D Post Vintage bis 1945
  • KLASSE E Nachkriegswagen von 1946 bis 1960
  • KLASSE F Classic von 1961 bis 1970
  • KLASSE G Modern von 1971 bis 1980
Passione Caracciola, 22. Juni 2018. Ein Mercedes Pagode auf dem Original-Kopfsteinpflaster auf der Klausen-Passstrasse oberhalb von Linthal

Passione Caracciola, 22. Juni 2018. Ein Mercedes Pagode auf dem Original-Kopfsteinpflaster auf der Klausen-Passstrasse oberhalb von Linthal 

Durchs Glarnerland, über den Kerenzerberg, führte die Freitagsetappe nach Bad Ragaz ins Grand Resort Bad Ragaz/Grand Hotel Quellenhof, wo die Fahrzeuge rasch in der Tiefgarage verschwanden. Für uns war somit Feierabend und wir freuten uns auf ein feines Nachtessen, das allerdings einfacher ausfiel als das der Teilnehmer. Aber man kann auch gut essen ohne 5 Sterne. Die Schlussetappe am Samstag führte dann von Bad Ragaz aus über den Splügenpass nach Chiavenna bzw. Gordona zur Kart-Bahn. Der Zeitplan stimmte allerdings nicht, denn schon lange vor der eigentlichen Abfahrt um 14.45h kamen uns erste Teilnehmer noch weit vor Chiavenna entgegen. Unser Plan, am Malojapass zu fotografieren, scheiterte somit und wir suchten uns einen eingermassen geeigneten Platz in Villa di Chiavenna. Die 58 Teilnehmerfahrzeuge kamen dann aber teilweise in riesigen Abständen und über eine Zeitspanne von mehr als 2 Stunden. Für uns nicht ganz nachvollziehbar, aber wenigestens war der Cobra-Club anlässlich des 10. Europäischen Meetings zufällig in der Gegend, so konnten wir dennoch ab und zu den Auslöser der Kamera betätigen.

Passione Caracciola, 23. Juni 2018, Villa di Chiavenna. Alternativer Standort zum Malojapass, dafür mit Palmen im Hintergrund

Passione Caracciola, 23. Juni 2018, Villa di Chiavenna. Alternativer Standort zum Malojapass, dafür mit Palmen im Hintergrund

Wir waren aber froh, dass die Fahrt über den Splügenpass geklappt hat, denn der Pass ist wegen Felssturz nur zweimal täglich für 2 Stunden geöffnet, so zwischen 12.00h und 14.00h. Es bestand also ein gewisses Risiko, dass sich die Veranstalter für die Ausweichroute über den Julierpass entschieden hätten. Es hat aber alles wie geplant geklappt und die Fahrt über den Malojapass mit Ziel St. Moritz konnte ohne Probleme bewältigt werden. Der Event war dann am Sonntagmorgen mit dem Frühstück im Kulm Hotel zu Ende. Die Passione Caracciola 2018 war für die Teilnehmer sicher ein tolles Erlebnis quer durch die Schweiz, sie kamen in den Genuss der unterschiedlichsten Landschaften und Gegenden. Der Veranstalter schreibt über die Passione Engadina: 

Die PASSIONE CARACCIOLA ist eine Veranstaltung für Oldtimerliebhaber, mit positiven Auswirkungen auf den Tourismus, bei der auch Gleichmäßigkeitsprüfungen zum Programm gehören. 
Vier Fahrzeugkategorien nehmen zwar getrennt teil, am Ende steht jedoch ein Gesamtsieger der Rallye fest. 
Vorgesehen sind diverse Gleichmäßigkeitsfahrten, Sonderprüfungen und natürlich Unterhaltung.

Für alle weiteren Informationen verweisen wir auf die dreisprachige Website des Veranstalters PASSIONE CARACCIOLA.

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