Hansgen Jaguar XK 120 Special

Wir bekamen eine Einladung für den 13. Mai 2025 nach Roggliswil zu Dönni Classic Car AG, international bekannter Jaguar-Spezialist. Christoph Bleile vom ACS organisierte einen speziellen Event, bei dem ein Auto im Mittelpunkt stand, der 1953 gebaute Hansgen Jaguar XK 120 Special. Christian Jenny, bekannter Sammler von hochkarätigen Jaguar, erwarb dieses Unikat im Jahr 2020, brachte es in die Schweiz und liess es von den Spezialisten von Dönni Classic Car AG aufbereiten und für den Strassenverkehr in der Schweiz zuzulassen. Eine perfekte Arbeit, die Zulassung wurde erteilt und so konnten die Anwesenden von Robin Dönni im 72 Jahre alten Rennwagen zu einer Fahrt eingeladen werden. Man bekam so einen Eindruck vom Fahrverhalten, wenn auch nicht unter Rennbedingungen und als Beifahrer, die Strassenverkehrsgesetzte mussten selbstverständlich eingehalten werden. Dennoch vermittelte das für den Rennsport gebaute Fahrzeug einen Eindruck seines Potentials. Wer den Hansgen XK 120 live sehen will, hat an der SWISS CLASSIC WORLD in Luzern vom 30. Mai bis 1. Juni, die Gelegenheit, das Fahrzeug ist am Stand des ACS ausgestellt.

Die Hansgen Special Jaguar XK 120 Story

Text von Christian Jenny

Watkins Glenn 1953

September 1953, Watkins Glenn, N.Y., das damals wohl wichtigste Sportwagenrennen der USA (ca.260 Meilen nördlich von N.Y. City): noch eine letzte Runde ist zu fahren. Der 34-jährige Walt Hansgen mit dem XK 120 «Hansgen Special» 3.4 lt gab während 18 Runden das Tempo vor, bevor George Harris mit seinem Allard mit 7-lt Cadillac Motor in der 19. Runde in einem knapp legalen Manöver an ihm vorbeischnellte. Ein Augenblick der Unaufmerksamkeit von Hansgen? Wohl möglich doch in der nächsten Runde holte Hansgen die Führung zurück, verlor sie aber wieder in der 21. wieder. Harris nimmt die Kurve auf der Innenseite. Hansgen lässt sich nicht beirren. Er fährt außen auf Dreck und Kies. Hansgens Rad wirbelt einen Kiessturm auf und das Donnern des Motors verstummt kurz, als der Jaguar sich um einen Viertel dreht und so die Kurve nimmt. Er gibt Gas, gerät nochmals ins Schleudern, rast an Harris vorbei und überquert die Ziellinie – als Sieger!“

Sieg 1953 in Watkins Glen. Foto zvg

Walt Hansgen

Der 1953er Sieg im Watkins Glenn Grand Prix war für Walt Hansgen jenes Paradestück das sein Leben grundlegend verändern sollte. Hatte er doch erst vor zwei Jahren ernsthaft mit der Teilnahme an Sportwagenrennen begonnen, bereits 32 Jahre alt, also in einem Alter in dem andere schon ans Aufhören dachten. Seine bisherigen Erfolge verdankte er erst einem getunten MG TDs, dann einem umfassend modifiziertes 1952 Jaguar XK120 Coupé und schliesslich einem Siata Grand Sport. Damit musste er sich wohl oder übel zufrieden geben. Aber nun, 1953, verfügte er endlich über jenes Sportgerät, das ihm zu bedeutenden Erfolgen auf nationaler Ebene verhelfen sollte.

Walt Hangen im Cockpit Hansgen Special nach Watkins Glen. Foto zvg

Im Spätsommer 1951 sass Walt im Büro an der Neu Yorker Park Ave. des Jaguar Importeurs für die amerikanische Ostküste, Max Hoffmann, und stellte die für ihn immens wichtig gewordene Frage: «Können Sie mir einen Jaguar C-Type für die kommende Rennsaison beschaffen?» Einen jener seit Juni berühmt gewordenen Jaguar Sportwagen mit denen Walker und Whitehead das 24-Studenrennen von Le Mans gewonnen hatten. Maxy, wie er von seinen Freunden genannt wurde, soll fein gelächelt und den Kopf geschüttelt haben. In charmantem Englisch mit Wiener Einschlag erklärte er:  «Leider nein. Es würden vor August 1952 keine C-Type ausgeliefert und auch dann nur ganz wenige für den Verkauf gebaut, alle natürlich von Hand im Experimental Shop. Und dabei habe ich mehr Anfragen als ich je bedienen kann.» Die wenigen Exemplare die für eine Auslieferung im Laufe von 1952 für die Ostküste vorgesehen wären, sind schon vertraglich zugeordnet. Andere vermag der Verantwortliche für experimentelle Jaguar Sportwagen, FRW England – «mein Freund Lofty» — uns nicht liefern und das wird denn auch noch für absehbare Zeit so bleiben.

If you can’t buy it, build it

Nun, Walt Hansgen war keiner der leicht aufgibt. Wir wissen von seinem mit mir befreundeten Sohn Rusty Hansgen, dass «wenn Vater etwas im Kopf hatte, dann stierte er das durch so oder so. Und meistens behielt er recht.» Nur leider sollte gerade diese Beharrlichkeit ihn dereinst sein Leben kosten. «If you can’t buy it, build it,” so mag er auf seiner Heimfahrt hinüber nach New Jersey gedacht haben und, nach Rücksprache mit seinem Vater, entschieden haben, eben einen Sportwagen zu bauen, der einem C-Type zumindest ebenbürtig wenn nicht überlegen sein würde. «Was gut ist mach es besser», die alte Regel eines Handwerkers war für Walt geradezu Pflicht. Das Fahrzeug sollte in den Hallen der von seinem Grossvater gegründeten Karosseriewerkstatt „F.G Hansgen, auto-body, Westfield N.J  “ gebaut werden sollte. In der alteingesessene Firma verfügten sie über alle notwendigen technischen Vorrichtungen, Werkzeuge und Maschinen, vor allem aber im deutschen Mechanik- und Schweiss-Spezialisten, Emil Hofmann, den geeigneten Fachmann für das anspruchsvolle Vorhaben. Das Ziel war klar: Einen Rennsportwagen auf Jaguar Basis zu schaffen, der eine gleiche oder bessere Motorleistung wie ein C-Type hatte, mit Fahrverhalten welche für die Rennstrecken der USA bestmöglich geeignet sein würde, womöglich um einiges leichter und mit einer in vielen Teilen verbesserten Konstruktion. Vor allem aber musste das Fahrzeug für die 1953er Rennsaison bereit stehen, durchgetestet, lizenziert und zuverlässig.

Unverzüglich ging Walt daran Skizzen vom geplanten Renner anzufertigen, die notwendigen Fachkräfte und Lieferanten für Design und  Ausrüstung einzubinden und die aufwendigen „Blueprints“ zu entwickeln. Für die wichtigsten Komponenten musste sein nicht mal zweijährige XK 120 OTS, 670 238  herhalten. Die gewählte Arbeitsteilung war einfach genug: Emil Hoffman erledigte einen Großteil der Carrosseriearbeiten und wahrscheinlich auch das gesamte Autogenschweißen an der Aluminiumcarrosserie. Walt‘s Vater half bei der Vorbereitung der Carrosserie und der Farbspezialist der Firma, Jimmy Brown brachte die Originallackierung an.

Rohrrahmen

Im Wesentlichen entstand eine auf der Basis von Chrom-Molybdän-Stahlroheren der Stärke 8 (d.h. approx. 4.15 Wanddicke) eine aufwendige, dreidimensionale Struktur, ähnlich wie beim C-Type, jedoch leichter und über die ganze Länge des Fahrzeuges gestreckt, in Verbindung mit einer aus dünnwandigem Aluminiumblech bestehenden Carrosserie mit unverkleidetem Innenraum. Das Armaturenbrett und die Elektrik stammte aus dem 120er, ebenso Motor mit allen Aggregaten, etc. Die Fahrwerkskomponenten stammten sowohl aus dem XK 120 wie auch aus anderen Gebern. So z.B. entstammt die Zahnstangenlenkung einem MG, die Hinterachse wird ähnlich wie beim C-Type mit zusätzlichem Führungsgestänge versehen. Im Ganzen wurden gegenüber dem C-Type etwa 50 kg eingespart.

Der sehr leicht gebaute Rohrrahmen des Hansgen XK 120 Special

Material, aus dem Walt Hangen und Emil Hoffman den Rohrrahmen bauten.

Indem Hoffmann /Hansgen den im Wesentlichen zweidimensionalen Leiterrahmen des XK120 durch eine aufwendige dreidimensionale Struktur aus (überwiegend) runden Rohren ersetzte, hoffte er, das Leergewicht des C-Type von 2100 Pfund zu erreichen oder zu unterbieten. In Kombination mit einer leichten Karosserie und weggelassenen Zierelementen würde dies eine Gewichtsreduzierung von über 700 Pfund im Vergleich zu einem unveränderten XK120 Roadster bedeuten.

Walt Hansgen und Emil E. Hoffman bauten diesen Mehrrohrrahmen hauptsächlich aus Chrom-Molybdän-Stahlrohren der Stärke 8 (d. h. 0,165 Zoll Wandstärke). Chrom-Molybdän ist eine hochfeste Legierung, mit der Hoffman aus seiner Zeit in Flugzeugfabriken während des Zweiten Weltkriegs vertraut war, aber für die meisten Autobauer blieb es noch mehrere Jahrzehnte lang ein esoterisches Material. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Bob Millstein.

Lange wurde geprobt – so Rusty – ob Weber Vergaser notwendig sein würden; schliesslich „begnügte“ man sich mit zwei SU H8 „Sandcasts“ denen man je nach Rennen manchmal einen dritten beifügte. Dies darf bei näherer Betrachtung als ein weiser Entscheid gewertet werden. Wenn gut eingestellt ist der „Hansgen-Special“ im Verkehr viel leichter zu fahren als wenn er mit Weber-Vergaser bestückt wäre – und an Leistung fällt durch diese Lösung nicht ab.

1953: Die 8 Rennen von Walt Hansgen mit dem Hansgen Special

  1. Hansgen fuhr mit seinem Jaguar Special XK 120 wahrscheinlich Anfang Mai 1953 zum ersten Mal ein Rennen in Cumberland, Maryland.¹ (Dies war ein regionales SCCA-Rennen.) In den Washington Daily News heißt es: „Das große Rennen war spannend und die Zuschauer, die die Hügel rund um den Flughafen säumten, sahen zu, wie Walter Hansgen in einem Jaguar Special und J.L. Negley in einem Allard LeMans mit Chrysler-Motor 32 Runden lang Kopf an Kopf kämpften. In der 24. Runde ging Hansgen in einer Kurve in Führung, verlor sie aber ein paar Runden später wieder. In der 31. Runde schlich sich Hansgen dann in einer dieser scharfen Kurven an die Spitze und übernahm wieder die Führung. Negley gab alles, um auf der nächsten Geraden einen Hauch Vorsprung zu bekommen, und stürzte sich mit brüllenden 80 Meilen pro Stunde in die S-Kurve der Gegengeraden. Sein weißer Allard Nr. 11 drehte sich und knallte gegen einen der Heuballen, die ihn bewachten. Der Stoß drückte seinen linken vorderen Kotflügel in seinen Reifen und er humpelte zurück in die Box, sodass es für Hansgen ein Kinderspiel war, der sich nur den Rest des Weges aus Schwierigkeiten heraushalten musste, um zu gewinnen.“
  1. Hansgen fuhr am 23. Mai auch mit dem Hansgen Special 1953 auf den Straßen von Bridgehampton. David Leigh beschrieb den Hansgen Special in seinem Rennbericht: „Beim Bridgehampton Cup-Rennen kam Walt Hansgens wunderschöner Jaguar Special mit Rohrrahmen und einem Gesamtgewicht (einschließlich Fahrer) von knapp über 2100 Pfund zum Einsatz. Walt entwarf und baute das Auto selbst, wofür er 14 Monate benötigte, und es kann als Meisterwerk bezeichnet werden. Walt machte den Eindruck, als ob er das Auto mühelos fahren konnte, und fuhr zwischen den XK-Cs von Harry Grey und Henry Wessels, als das Rennen abgebrochen wurde, obwohl er beide Autos zuvor scheinbar mühelos überholt hatte. Seltsam war jedoch die Tatsache, dass keines der drei Autos schneller fuhr als Hansgen im letzten Jahr in Don McKnoughts modifiziertem XK-Coupé.“ Leider wurde das Bridgehampton Cup-Rennen aufgrund eines Unfalls mit drei Zuschauern schon früh mit schwarzer Flagge abgebrochen (der bekannte [Red.]).
  1. Der Hansgen Special fuhr am 19. Juli in Cumberland, Maryland, erneut ein Rennen und kam mit der größten Trophäe nach Hause: Hansgen besiegte eine Reihe von XK120s und wurde im 60 Runden langen Cumberland Cup-Rennen Erster. (J.L. Negleys Allard war früher am Tag im Sprintrennen über 1500 ccm schneller gewesen.)
  1. Am 29. August nahm Hansgen mit seinem Jaguar Special am Floyd Bennett Field an einem 215-Meilen-Langstreckenrennen teil, doch Berichten zufolge übernahm sein Freund und Beifahrer William Eager die meiste Fahrarbeit an diesem Tag. Als Team belegten sie den fünften Platz in der Gesamtwertung und den zweiten Platz in ihrer Klasse. Die Aufzeichnungen zeigen 41 Starter und dass die Autos, die schneller ins Ziel kamen, zwei Cunninghams (beide in der Klasse B-Modified) und zwei Ferraris (einer in der Klasse C-Modified) waren. Übrigens teilten sich Hansgen und Eager später einen OSCA für das 12-Stunden-Rennen von Sebring 1955. 
  1. Beim Rennen von Thompson, Connecticut belegte Hansgen am 6. September den zweiten Platz hinter Masten Gregorys C-Type. Es war ein Bild das sich auch in der Zukunft wiederholen sollte: Masten Gregory und später auch Walt Hansgen bedrängten den Hansgen Special mit einem Jaguar C-Type. Die beiden Fahrzeuge waren derart ähnlich im Fahrverhalten, dass dies auch immer wieder möglich wurde: der C-Type als der wohl schnellste Rennsportwagen der frühen 50er Jahren im «Zweikampf» mit dem von Hansgen / Hoffmann nach gleichem Konzept gebauten Special ebenfalls auf XK 120 Basis.
  1. Das wichtigste Rennen von Hansgens Saison mit dem Hansgen Special Jaguar XK 120 670’835 fand am 19. September statt. Beim Watkins Glen Grand Prix stellte Hansgen sein Können als Ingenieur und Fahrer unter Beweis, als er in der letzten Runde George Harris‘ Allard ausstach. Die Washington Daily News berichtete live und im Detail: „Hansgen gab 18 Runden des 22-Runden-Rennens das Tempo vor, bevor Harris in der 19. Runde an ihm vorbeizog. In der nächsten Runde holte Hansgen die Führung zurück, verlor sie aber in der 21. wieder. Harris nimmt die Kurve auf der Innenseite. Hansgen lässt sich nicht beirren. Er fährt außen auf Sand und Kies. Hansgens Rad wirft einen Kiessturm auf und das Donnern des Motors verstummt kurz, als der Jaguar quer über die Strecke fährt. Er gibt Gas, gerät ins Schleudern, rast an Harris vorbei und überquert die Ziellinie – als Sieger!“

Nach der Saison 1953 verkaufte Hansgen den Hansgen Special XK 120 an Paul Timmins – einen Freund und Rennfahrerkollegen – und kaufte dann Masten Gregorys Jaguar C-Type, um seine Karriere fortzusetzen. Hansgen machte als Privatfahrer weiter, bis Briggs Cunningham ihn anwarb, und dann nahm seine professionelle Rennfahrerkarriere richtig Fahrt auf. Hansgen gewann vier Jahre in Folge die C-modifizierte nationale Meisterschaft der SCCA mit Jaguar-Motoren. Für Cunningham fuhr er D-Types, Lister-Jaguars und leichte E-Types. 1960 pilotierte er den Prototyp des Jaguar E2A-Rennwagens in Le Mans, Beifahrer war Dan Gurney. Hansgen zeigte seine Vielseitigkeit auch, indem er erfolgreich offene Rennwagen fuhr, darunter insbesondere Cooper Formel Juniors und Lotus Formel 1-Autos. 1964 qualifizierte er sich im MG „Liquid Suspension Special“ für den 10. Platz für das Indy 500 und kam dann bis auf den zweiten Platz im Rennen, bis mechanische Probleme auftraten. Hansgen starb am 7. April 1966 an den Folgen von Verletzungen, die er sich beim Testen eines Ford GT40 im Rahmen der Vorbereitungen für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans zugezogen hatte.

1954 und weiter, die Historie des Hansgen Special # 670.238 nach Walt Hansgen

1. Walt Hansgen, 1952 – 1953, 1  Jahr

Baute den Hansgen Special Ende 1952 und Anfang 1953 in der Karosseriewerkstatt seines Vaters (F.G Hansgen, auto-body, Westfield N.J.) aus seinem 1950er XK 120. Fuhr mit 670’238 wesentliche Rennen, insbesondere das erste in Watkins Glen, im Jahr 1953 und verkaufte ihn Anfang 1954.

2. Paul Timmins, 1954 -1955, 1 Jahr

Paul Timmins hatte eine erfolgreiche Saison mit dem Hansgen Special. Tragischerweise kam er im März 1955 bei einem Verkehrsunfall ums Leben (nicht im Zusammenhang mit dem Hansgen Special). Das Auto ging an einen George Sterner aus York, Pennsylvania.

3. George Sterner, 1955 – 1966, 11 Jahre

Verwendung des Hansgen Special ausschließlich als Wochenend-Straßenauto. In diesen 11 Jahren nahm er auch nicht an Rennen teil. Der XK 120 Hansgen Special wurde für den Gebrauch auf öffentlichen Strasse zugelassen. Sterner gebrauchte das den Hansgen für persönliche Fahrten wie jedes andere Strassenauto. 1966 verkaufte er das Auto an den Händler «Ed Jurists Cars».

4. J.D. Inglehart, 1967 – 1983, 16 Jahre

Ed Jurists Autohaus verkaufte das Auto 1967 an J.D. Inglehart aus Connecticut. Inglehart liess den Hansgen Special blau lackieren. Gelegentlich setzte er das Auto bei Bergrennen ein. Im Übrigen aber stellte er den Hansgen im Watkins Glen Museum aus, wo er als der Sieger des aufregenden Rennens von 1953. Seitens des Publikums fand er erwartungsgemäss viel Interesse. 1983 verkaufte er den Hansgen Special an Bob Milstein. Bob hatte Inglehart 1979 beim Bergrennen auf den Mt. Equinox beobachtet und war derart beeindruckt, dass er ihm gleich eine Kaufofferte präsentierte. Allerdings dauerte es bis zum Verkauf noch 4 Jahre.

5. Bob Millstein, 1983 – 2002, 19 Jahre

Bob wurde so etwas wie ein Wächter oder Verwalter des Hansgen Special. Es wurde eine umfassende Restaurierung (die nach unseren Begriffen eher einer Konservierung gleichkam) des Wagens unter Beibehaltung aller Originalität des im Grunde unberührten Wagens vorgenommen – im Zuge der Konservierung wurde der Hansgen Special auf moderne US-Rennsportspezifikationen aufgewertet. Millstein trat mit dem Special in über 150 Rennen ohne Zwischenfälle an. Millstein veröffentlichte umfangreiche Berichte über den Hansgen.

6. Terry Larson, 2002 – 2020, 16 Jahre          

Hat den Hansgen Special 2002 von Bob Millstein gekauft und ohne weitere Arbeiten am Auto sehr gleich gehalten. Hat es ausgestellt und ist gelegentlich Rennen gefahren. 

7. Christian J. Jenny, 2020 bis dato

Nach einem teilweisen Austausch mit Larson gegen den S.S.90 Prototyp wurde der Hansgen von Arizona nach Bicester, England, gebracht und von Dave Brazell, Brazell Engineering Ltd., einer detaillierten Konservierung unterzogen und auf seinen ursprünglichen Zustand von 1953 zurückgesetzt. Er ist jetzt nach dem höchsten Standard des historischen FIA-Rennsports vorbereitet – was bedeutet, dass er absolut original ist, wie er von Walt Hansgen (und Hoffman) in der Karosseriewerkstatt der Familie gebaut wurde – aber wieder sicher und zuverlässig für den Rennsport sowie für die Zulassung auf Schweizer Strassen ist.

Christian Jenny in seinem Hansgen Jaguar XK 120 Special. Foto Vesa Eskola 

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