Oldtimer Spendenaktion der Lebenshilfe Giessen

 

Die Oldtimerspendenaktion 2019 ist beendet. Am Montag, 27. Januar 2020 fand der Notartermin statt, in dessen Rahmen die Gewinnerinnen und Gewinner ermittelt wurden. Alle Gewinnerinnen und Gewinner wurden von der Oldtimerspendenaktion schriftlich benachrichtigt. Im Februar wurden die Fahrzeugpreise im PS-Speicher im niedersächsischen Einbeck übergeben. Und noch eine tolle Zahl hinterher: Die Oldtimerspendenaktion 2019 hat mehr als 1,3 Millionen Euro erbracht, die in die Arbeit der Lebenshilfe Gießen fließen. Wir danken allen Menschen, die dazu beigetragen haben! Natürlich folgt auch dieses Jahr wieder eine Spendenaktion, in welcher es 9 tolle Autos und einen Motorroller, eine Zündapp Bella zu gewinnen gibt. Als Gewinner des ersten Preises wird man stolzer Besitzer eines Mercedes-Benz 280 SE Coupés in noblem Dunkelblau. Als das S-Klasse-Coupé 1970 die Sindelfinger Werkshallen verließ, wirkte es bereits wie aus der Zeit gefallen: ein Manufaktur-Auto, das noch nicht zum Leichtbau verurteilt war, sondern in Chrom, Edelholz und Leder schwelgen durfte. Die Formensprache folgt noch dem subtilen Stil der späten 50er Jahre, aber der Reihensechszylinder mit 160 PS lässt das Herrenfahrer-Coupé noch heute souverän im Verkehr mitschwimmen. Die Kombination aus blauem Metalliclack und weißem Leder war schon damals selten – und ist heute ein besonderer Blickfang.

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Der 1. Preis der aktuellen Oldtimer Spendenaktion, ein nobler Mercedes 280 SE in der Coupéversion.

Da hat jemand die allerletzte Chance auf einen klassischen britischen Roadster genutzt: Der dunkelgrüne Spitfire Mk IV stammt von 1980, aus dem letzten Baujahr. Im Herzen aber ist der quirlige Sportwagen eine Spaßmaschine der frühen 60er Jahre. Er ist der kleinste unter den großen Roadstern seiner Zeit, und für seine Fans ist er auch der schönste: Der berühmte Giovanni Michelotti war es, der dieses schwerelose Karosseriedesign entwarf. Wirklich altmodisch wirkt es bis heute nicht. Den hübschen Briten gibt es als 2. Preis

Als 2. Preis winkt ein Triumph Spitfire

Als 2. Preis winkt ein Triumph Spitfire.

Unglaublich, aber wer 1976 einen Mercedes 240 D bestellte, musste drei Jahre auf seinen Neuwagen warten – so erfolgreich war die neue Mercedes-Mittelklasse damals. War es die akkurate Verarbeitung, das komfortable Fahrwerk, die hohe passive Sicherheit oder der unzerstörbare Dieselmotor, der den W 123 zum Mythos machte? Es war die Kombination aus allen diesen Vorzügen, die kein anderes Auto der oberen  Mittelklasse zu bieten hatte. Sie machen den 240 D trotz seiner milden 65 PS zum perfekten Klassiker für jeden Tag.

Ein robuster Schwabe ist der Mercedes-Benz 240 D

Ein robuster Schwabe ist der Mercedes-Benz 240 D, es gibt ihn als 3. Preis zu gewinnen.

Muss man den ersten Golf wirklich erklären? Ja, denn nie war er so wertvoll wie heute: In einer Welt, die schon neue Kompaktwagen zu extrabreiten Schwergewichten macht, zeigt er, wie leicht, platzsparend und elegant vor 40 Jahren ein Vollwert-Auto noch sein durfte. Und doch hat der zierliche Ur-Golf ganze Familien mobil gemacht! Dieser hier hat ein behütetes Leben in erster Oma-Hand hinter sich und freut sich jetzt auf einen neuen Liebhaber, der den Charme seiner Kanten.

Selten sind sie geworden, originale VW Golf I im guten Zustand

Selten sind sie geworden, originale VW Golf I im guten Zustand, der 4. Preis.

So viele Oldtimerfreunde wollen einmal im Leben die Mille Miglia fahren – und investieren dafür kräftig in teure Klassiker. Die Oldtimerspendenaktion hat den preiswerten, schlauen und sympathischen Weg zur Mille-Tauglichkeit: Der Simca Aronde, fünfter Preis der Spendenaktion 2020, ist dank entsprechender Vorbilder für die legendäre Oldtimer-Rallye qualifiziert, bietet Fahrspaß in Mengen und lediglich die Mille-Startgebühr und die Spende zugunsten der Arbeit der Lebenshilfe Gießen trennen den künftigen Besitzer noch von diesem einmaligen Erlebnis auf Italiens Straßen! Dort war der Aronde in den 1950er Jahren ein echter Sportler – und viel Fahrfreude bietet der mausgraue Simca von 1953 auch heute noch!

Die Aronde von Simca, ein origineller Klassiker, den man selbst in Frankreich nicht mehr alle Tage sieht.

Die Aronde von Simca, ein origineller Klassiker, den man selbst in Frankreich nicht mehr alle Tage sieht. Als 5. Preis kann man ihn gewinnen.

Keine Marke bot in den 60ern mehr Auto fürs Geld: Wo die Konkurrenz mit vier Zylindern zufrieden war, lockte Ford mit der Kraft und Laufkultur des V6 – und hatte damit riesigen Erfolg. Nur die Autotester waren etwas pikiert, als Ford mit den üppig verzierten P7-Modellen die vielgelobte „Linie der Vernunft“ verließ. Heute lieben die Fans den 20M für sein US-Design und seinen gelassenen Charakter: das leise Geschrummel des Sechszylinders, die weichen Sessel im riesigen Innenraum, der Blick über die tischtennisplattengroße Motorhaube. Kabarettist Urban Priol trennt sich nur schwer von seinem Ford und diesem Fahrgefühl.

Marron, eine typische Farbe der Siebzigerjahre

Marron, eine typische Farbe der Siebzigerjahre, den Ford 17M gibt es als 6. Preis zu gewinnen.

Heute suchen Käufer kompakter Neuwagen die große Freiheit im klotzigen SUV, vor 35 Jahren dagegen liebten sie das Baden im Wind und lechzten nach Cabriolets. Ford baute ihnen den Escort in der Open-Air-Version, die damals dem marktführenden VW Golf Cabriolet mächtig Konkurrenz machte. Trotzdem haben nur wenige überlebt – der Ford war bei jungen Tunern und Tieferlegern so beliebt, dass kaum ein Exemplar das H-Kennzeichen erreichte. Dieser ist nicht nur ein ganz früher Freiluft-Escort, Baujahr 1984, sondern ein völlig originaler. Um im Stil der Zeit zu bleiben: You can win, if you want!

Als 7. Preis gibt diesen hübschen Ford Escort für Frischluftfans

Als 7. Preis gibt diesen hübschen Ford Escort für Frischluftfans, welchen Det Müller hier präsentiert.

Es muss ja nicht immer ein Flossenschiff oder Muscle Car sein, um amerikanische Fahrkultur zu erleben. Auch ein Cabriolet der frühen Neunziger ist dafür geeignet, wie der Chrysler Le Baron von 1993 zeigt. In Deutschland war er ein Geheimtipp – nicht nur seiner Lässigkeit wegen, sondern auch wegen der großzügigen Ausstattung mit E-Verdeck, E-Fenstern, Klima und Lederpolstern. Dass der V6-Motor von Mitsubishi stammte, störte ebenso wenig wie die verwindungsfreudige Karosserie. Heute gibt’s nur noch ganz wenige gute Exemplare. Als coolste Cruiser der Youngtimer-Szene gleiten sie dem H-Kennzeichen entgegen.

Als Gewinner des 8. Preises kommt man in den Besitz eines Youngtimers aus dem Jahr 1993. Der in weiss gehaltene Chrysler Le Baron Cabriolet ist eine

Als Gewinner des 8. Preises kommt man in den Besitz eines Youngtimers aus dem Jahr 1993. Der in weiss gehaltene Chrysler Le Baron Cabriolet ist eine elegante Erscheinung.

Wenn Bauhaus-Architekt Walter Gropius einen Kleinwagen gestaltet hätte – es wäre wohl so etwas wie der Panda geworden, die kantige Kiste mit dem zeitlosen Design, dessen reine Linie kein nutzloser Zierrat stört. Auch und gerade deshalb fand die Urversion in 23 Jahren rund vier Millionen Käufer. Sie lebten mit ihm, sie liebten sich darin (das geht wirklich!), sie fuhren im Panda um die Welt oder jahrelang zur Arbeit, aber kaum einer dachte ans Aufheben. Dieser seltene Cabrio-Umbau von 1990 ist die bestens erhaltene Ausnahme von der Regel.

Der 9. Preis sieht fast aus wie die Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf auf Rädern. Ein sehr originelles und auffälliges Fahrzeug

Der 9. Preis sieht fast aus wie die Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf auf Rädern. Ein sehr originelles und auffälliges Fahrzeug.

Die Herren mit den weißen Schläfen wissen es noch: Nicht nur Italien war eine Motorroller-Nation, sondern auch Deutschland, dessen Motorrad-Industrie in den Fünfzigern viele populäre Modelle hervorbrachte. Die Zündapp Bella gehörte von 1953 bis 1964 dazu, sie fand über 130.000 Käufer – einige davon sogar in Amerika, wo sie als „Suburbanette“ die Hausfrauen der Vorstadt-Siedlungen mobil machen sollte. Diese Bella ist ein deutsches Exemplar mit Elektrostarter, gebaut 1957, als der Rollerboom schon wieder abflaute. Heute ermöglicht er ein Fahrerlebnis wie im Super-8-Film. Einmal so schwerelos fahren wie die jungen Paare im Filmlustspiel der Fünfziger: Bella macht’s möglich.

Der 10. Preis hat zwei Räder, eine wunderschöne Zündapp Bella, ideal für den Sommer.

Der 10. Preis hat nur zwei Räder, eine wunderschöne Zündapp Bella, ideal für den Sommer.

Wer im nächsten Februar Besitzer eines dieser Schmuckstücke werden will, kann hier ein Online-Formular ausfüllen. Viel Glück. Alle weiteren Informationen gibt es direkt auf der Website der Lebenshilfe Giessen e.V.

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