SHVF Studie – Veteranenfahrzeuge in der Schweiz

Im letzten Herbst startete die SHVF – SWISS HISTORIC VEHICLE FEDERATION – eine Umfrage bezüglich Veteranenfahrzeuge in der Schweiz. Es ging dabei um Befragungen von verschiedenen Gruppierungen und Unternehmen. Die Umfrage stützte sich auf eine ähnliche Umfrage in Oesterreich. Natürlich mussten die Fragen auf die Verhältnisse und die Situation in der Schweiz angepasst werden. Am Mittwoch, 1. Juli 2020, wurden der Fachpresse in der Auberge Passepartout in Zeihen die Ergebnisse präsentiert und auch erläutert. Eine riesige Zahlenflut und es ist nicht immer einfach, die Ergebnisse sofort zu verstehen. Bernhard Taeschler, Präsident der SHVF, konnte aber kompetent  Details erklären und Fragen beantworten.

Bernhard Taeschler präsentierte am 1. Juli 2020 die Ergebnisse der Umfrage über Veteranenfahrzeuge in der Schweiz

Was ist der Zweck dieser Studie? Ganz einfach, es soll ein Argumentarium darstellen gegen mögliche künftige Beschränkungen für Veteranenfahrzeuge. Oder wenn man beispielsweise Erleichterungen erreichen will, wie die Aufhebung des Sonntagsfahrverbotes für Oldtimer-LKW’s. Das Engagement der SHVF wird mit dieser Broschüre unterstützt und erleichtert. Man erreicht nur etwas mit ZDF – nein, das ist nicht der Fernsehsender, die drei Buchstaben stehen für Zahlen, Daten, Fakten. Laut der Studie legen die Veteranenfahrzeuge in der Schweiz lediglich 0,1% der total gefahrenen Kilometern zurück. Das dürfte auch dem grünsten Grünen einleuchten, dass mögliche Einschränkungen absolut keinen Einfluss auf die Umwelt haben. Es geht den Besitzern von Veteranenfahrzeugen um die Freude und den Erhalt von mobilem Kulturgut, das man pflegt und der Nachwelt erhalten will, nicht nur als Museumsstück. Unsere moderne Gesellschaft hat das heute Erreichte u.a. auch der Mobilität zu verdanken. Neben dem Spass, für viele Enthusiasten ist die ‘Oldtimerei’ ein spannendes Hobby, darf man auch den wirtschaftlichen Aspekt nicht vergessen, rund 836 Milllionen Franken werden in der Schweiz im Zusammenhang mit Veteranenfahrzeugen umgesetzt. Die detaillierten Zahlen kann man hier nachlesen.

Zwischen der Präsentation und dem Mittagessen konnte man beim Apéro angeregte Gespräche führen. Hier erwähnt Ruedi Müller, dass an vielen Oldtimer-Events das Gastgewerbe profitiert.

Nach der Präsentation gab es auf dem Vorplatz der Auberge Passepartout einen Apéro mit anschliessendem Mittagessen. Als Attraktion hat man eigens ein sehr spezielles Fahrzeug nach Zeihen gebracht. Im Eingangsbereich stand der gelbe Fiat Abarth ‘500 Record Pininfarina’ von 1958 aus der Sammlung Möll. Mit diesem Wagen wurden auf der Rennstrecke in Monza innert 10 Tagen nonstop rund 28’000 Kilometer zurückgelegt, was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 116,380 km/h ergibt. 23 internationale Rekorde wurden erzielt.

Der Fiat Abarth 500 Record aus dem Jahr 1958.

Unser Dank gilt dem Team der Auberge Passepartout für die Gastfreundschaft und der SHVF für das Vertrauen, wir durften das Bildmaterial für die Broschüre beisteuern.

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